Erstellt am 12.02.2026, 12:31
Im Bußgeldbescheid steht oft nur kryptisch „Messung mit Lasergerät und Foto“. Doch was bedeutet das genau? Ob fest installierte Säule oder mobiler Anhänger – wir klären auf, welche Technik hinter dieser Bezeichnung steckt und warum Laser-Blitzer besonders fehleranfällig sein können.
Hinter dieser Bezeichnung verbergen sich meist PoliScan- oder Traffistar-Systeme. Fordern Sie jetzt eine kostenlose Auswertung zu Ihrer Lasermessung an und erfahren Sie, ob Messfehler vorliegen oder keine Messdaten gespeichert wurden.
Zum Blitzer-CheckDie Bezeichnung „Messung mit Lasergerät und Foto“ wird häufig von zentralen Bußgeldstellen wie dem Regierungspräsidium Kassel oder dem Polizeipräsidium Rheinpfalz verwendet. Im Gegensatz zu klassischen Radar-Blitzern senden diese Geräte (LIDAR) gebündelte Lichtimpulse aus, die das Fahrzeug abtasten.
Aus der Zeit, die das Licht für den Weg zum Auto und zurück benötigt, errechnet das System präzise die Geschwindigkeit. Erst wenn eine Überschreitung festgestellt wird, löst die Kamera aus. Da dieser gesamte Vorgang digital dokumentiert und gespeichert wird, spricht man von der Messung mit Lasergerät und Foto. Ein großer Vorteil für die Behörden: Diese Technik ermöglicht eine Mehrspur-Erfassung und benötigt keine baulichen Veränderungen wie Induktionsschleifen in der Fahrbahn.
Wenn Sie diesen Begriff in Ihrem Anhörungsbogen lesen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eines der folgenden Geräte zum Einsatz kam. Jedes dieser Modelle hat spezifische Schwachstellen:
| Messgerät | Typische Bauform | Details |
|---|---|---|
| PoliScan Speed | Stationäre Blitzersäule/ Mobil auf einem Stativ | Zum Messgerät |
| PoliScan FM1 | Stationäre Blitzersäule / Mobiler Blitzeranhänger | Zum Messgerät |
| Traffistar S350 | Stationäre Blitzersäuleär / Blitzeranhänger (Minirack) | Zum Messgerät |
Wie bei jeder Geschwindigkeitsmessung wird auch hier ein Toleranzabzug gewährt, um kleine Ungenauigkeiten auszugleichen. Bei der Lasermessung der Polizei gelten standardmäßig folgende Werte:
Ja, insbesondere bei mobilen Messsgeräten und Blitzeranhängern bestehen gute Chancen. Gerade weil Laser-Systeme wie PoliScan FM1 oder Traffistar S350 hochkomplex sind, passieren im Alltag Fehler. Häufige Angriffspunkte bei einem Einspruch sind technische Mängel oder Bedienfehler:
| Fehlerquelle Lasergerät | Auswirkung auf das Verfahren |
|---|---|
| Falscher Messwinkel | Führt zu sogenannten "Stufenmessungen" – der Wert ist mathematisch falsch. |
| Zuordnungsprobleme | Bei mehreren Fahrzeugen im Messfeld ist oft unklar, wer den Blitz ausgelöst hat. |
| Fehlende Rohmessdaten | Liegen Anhaltspunkte für Messfehler vor, bestehen gute Chancen für einen Einspruch. |
| Abgelaufene Eichung | Die Messung darf nicht als Beweis im Standardverfahren verwertet werden. |
Hinter "Lasergerät und Foto" verbergen sich oft angreifbare Messmethoden. Lassen Sie Ihren Bescheid jetzt kostenlos von Experten analysieren.
Messung jetzt kostenlos prüfenDie Messung mit Lasergerät und Foto ist heute Standard, aber keineswegs fehlerfrei. Besonders wenn kein konkretes Gerät genannt wird, lohnt sich der genaue Blick in die Messakte. Oft verbergen sich hinter den digitalen Daten Angriffspunkte, die zur Einstellung des Verfahrens führen können.
Informieren Sie sich über die aktuellen Strafen bei einer Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit.
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